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Webdesign

Webdesign ist die Gestaltung und der Aufbau einer Website: Struktur, Layout, Farben, Schrift und Bedienführung. Es entscheidet, ob Besucher finden, was sie suchen, und ob sie dir vertrauen. Gutes Webdesign folgt deinen Geschäftszielen, nicht dem Geschmack des Gestalters. Es entscheidet damit mit darüber, ob aus Besuchern tatsächlich Anfragen werden.

Webdesign umfasst alles, was aus einer Idee eine benutzbare Website macht. Dazu gehört die Struktur — welche Seiten es gibt und wie sie zusammenhängen —, die visuelle Gestaltung mit Farben, Schriften und Bildsprache, und die Umsetzung im Browser, damit die Seite auf dem Telefon genauso funktioniert wie am Schreibtisch. Der häufigste Irrtum: Webdesign sei Geschmackssache. Tatsächlich lässt sich das meiste begründen. Ein Handwerksbetrieb aus dem Umland braucht die Telefonnummer sichtbar im Kopfbereich, weil seine Kunden anrufen statt Formulare auszufüllen. Ein Maschinenbauer braucht dagegen Platz für technische Datenblätter, weil seine Einkäufer vergleichen wollen. Beide Seiten können schön sein — aber mit vertauschten Konzepten funktioniert keine von beiden. Zum Webdesign gehört auch, was man nicht sieht: sinnvolle Adressen, eine saubere Überschriftenstruktur, Ladezeiten, Bedienbarkeit ohne Maus. Diese Dinge entscheiden mit darüber, ob deine Seite gefunden wird und ob sie für alle nutzbar ist. Abzugrenzen ist Webdesign von der Webentwicklung: Design legt fest, wie etwas aussehen und sich verhalten soll, Entwicklung baut die Funktionen dahinter. Bei kleineren Projekten macht dieselbe Person beides.

Typische Auslöser sind ein neuer Geschäftszweig, eine Website, die auf dem Handy nicht mehr bedienbar ist, oder eine Seite, die zwar Besucher hat, aber keine Anfragen bringt. Auch ein Namens- oder Inhaberwechsel ist ein natürlicher Anlass. Ein deutliches Warnsignal ist, wenn du Inhalte nicht mehr selbst ändern kannst und für jede Preisanpassung eine Agentur beauftragen musst. Ein zweites: Die Seite lädt auf dem Mobilfunknetz spürbar langsam. Ein drittes: Du weißt nicht, welche Seiten überhaupt aufgerufen werden. Bei Projektgrößen gilt grob: Eine Visitenkarten-Website mit fünf Seiten ist in zwei bis vier Wochen machbar. Eine Unternehmensseite mit Referenzen, Blog und mehreren Sprachen braucht eher zwei bis vier Monate — der größte Zeitfresser sind dabei fast immer die Texte und Bilder, nicht die Technik.

Für den deutschen Markt sind Stundensätze von ca. 70 bis 140 Euro üblich, bei spezialisierten Agenturen auch darüber. Eine schlanke Website mit wenigen Seiten liegt häufig bei ca. 3.000 bis 8.000 Euro, eine Unternehmensseite mit individuellem Design, Redaktionssystem und mehreren Sprachen eher bei ca. 10.000 bis 30.000 Euro. Den Preis treiben vor allem drei Dinge: die Anzahl unterschiedlicher Seitentypen, individuelle Funktionen wie Konfiguratoren oder Buchungsstrecken, und die Frage, wer Texte und Bilder liefert. Wenn du Inhalte selbst beistellst, sparst du spürbar — aber nur, wenn sie auch rechtzeitig fertig werden. Vorsicht bei Pauschalangeboten weit unter 1.000 Euro: Dahinter steckt meist eine Standardvorlage mit ausgetauschten Farben und häufig eine Vertragsbindung über Jahre.

Schau ins Portfolio, aber nicht nur auf die Optik: Ruf zwei oder drei der gezeigten Seiten auf dem Handy auf und prüfe, ob sie schnell laden und bedienbar sind. Frag nach Referenzen aus deiner Branche oder wenigstens aus einer vergleichbaren Situation. Kläre vor Vertragsschluss drei Punkte schriftlich: Wem gehören die Dateien und Nutzungsrechte am Ende? Kannst du Inhalte selbst pflegen? Was kostet die Betreuung nach dem Start? Achte außerdem auf die Art der Kommunikation im Erstgespräch. Wer sofort ein Angebot schickt, ohne nach deinen Zielen und deiner Zielgruppe gefragt zu haben, verkauft eine Vorlage — kein Konzept.

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