Das Glossar.
Begriffe aus Webentwicklung, Marketing und IT — kurz erklärt, ohne Fachchinesisch und ohne Verkaufsversprechen.
A
App entwickeln lassen – Kosten
Eine App entwickeln zu lassen kostet in Deutschland je nach Umfang ca. 15.000 bis 150.000 Euro. Der Preis ergibt sich aus der Zahl der Funktionen, den unterstützten Plattformen und den Schnittstellen zu bestehenden Systemen. Dazu kommen jährliche Wartungskosten. Der Serverteil hinter der App wird dabei regelmäßig unterschätzt.
App-Entwicklung
App-Entwicklung ist die Erstellung von Anwendungen für Smartphones und Tablets — von der Idee über Konzept und Gestaltung bis zur Veröffentlichung im App Store. Sie unterscheidet sich von der Website-Entwicklung durch Prüfprozesse der Plattformen und laufende Pflege. Nach dem Start ist laufende Pflege Pflicht, sonst fliegt die App aus den Stores.
B
Barrierefreie Website (BFSG)
Eine barrierefreie Website ist so gebaut, dass sie auch mit Seh-, Hör- oder Bewegungseinschränkungen nutzbar ist. Dazu zählen ausreichende Kontraste, Bedienbarkeit ohne Maus und Alternativtexte für Bilder. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) verpflichtet viele Unternehmen im elektronischen Geschäftsverkehr dazu — mit Ausnahmen für Kleinstunternehmen.
Briefing
Ein Briefing ist die Aufgabenbeschreibung, mit der du einen Dienstleister beauftragst. Es benennt Ziel, Zielgruppe, Umfang, Rahmenbedingungen und Budget — und beschreibt Probleme statt fertiger Lösungen. Ein gutes Briefing macht Angebote vergleichbar und ist der wirksamste Hebel gegen teure Missverständnisse im Projektverlauf.
C
D

Digitale Agentur finden
Digitale Agentur finden bezeichnet die Suche nach einer Agentur, die Unternehmen bei digitalen Projekten wie Webdesign, Webentwicklung, Online-Marketing, SEO, E-Commerce oder der digitalen Transformation unterstützt. Ziel ist es, den passenden Partner für individuelle digitale Anforderungen zu finden.
DSGVO
Die DSGVO ist die europäische Datenschutz-Grundverordnung. Sie regelt, wie Unternehmen personenbezogene Daten erheben, speichern und nutzen dürfen. Für Websites bedeutet das vor allem: Rechtsgrundlage klären, transparent informieren und nur mit Einwilligung nicht notwendige Dienste laden. Maßgeblich ist dabei nicht das eingesetzte Werkzeug, sondern der gesamte Umgang mit Daten.
F
G
Google Ads
Google Ads ist das Werbesystem von Google: Du schaltest Anzeigen, die bei bestimmten Suchbegriffen erscheinen, und zahlst nur, wenn jemand klickt. Wie weit oben eine Anzeige steht, hängt vom Gebot und von der Passung zur Suchanfrage ab. Anders als Suchmaschinenoptimierung wirken Anzeigen sofort — aber nur, solange Budget fließt.
Google Business Profile
Das Google Business Profile ist der kostenlose Unternehmenseintrag bei Google, der in der Suche und in Google Maps erscheint. Er zeigt Adresse, Öffnungszeiten, Fotos und Bewertungen. Für lokal tätige Betriebe ist er häufig der wichtigste Kontaktpunkt überhaupt. Der Eintrag ist kostenlos und wird oft häufiger aufgerufen als die eigene Website.
H
I
IT-Beratung
IT-Beratung unterstützt Unternehmen bei Entscheidungen über Technik, Software und Prozesse — von der Systemauswahl über Sicherheit bis zur Digitalisierung von Abläufen. Beraterinnen und Berater bringen Erfahrung aus vielen Projekten ein, statt selbst Software zu entwickeln. Ihr Wert liegt in der Unabhängigkeit von einzelnen Herstellern und Systemhäusern.
IT-Sicherheit
IT-Sicherheit umfasst alle Maßnahmen, die Daten und Systeme vor Ausfall, Diebstahl und Manipulation schützen. Dazu gehören Technik wie Datensicherung und Zugriffsschutz, organisatorische Regeln und die Schulung der Mitarbeitenden — der häufigste Einstiegspunkt für Angriffe. Auch kleine Betriebe sind betroffen, weil Angriffe weitgehend automatisiert ablaufen.
K
L
Landingpage
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel — etwa eine Anfrage, eine Anmeldung oder ein Download. Sie verzichtet bewusst auf Navigation und Ablenkung. Besucher kommen meist über Anzeigen oder Newsletter dorthin, nicht über die Startseite. Ohne passende Zielseite verpufft ein großer Teil des Anzeigenbudgets.
Lastenheft
Ein Lastenheft ist die Anforderungsbeschreibung des Auftraggebers: Es listet auf, was ein Produkt leisten muss — nicht, wie es umgesetzt wird. Es ist Grundlage für Angebote und Vertrag. Die Antwort des Auftragnehmers darauf heißt Pflichtenheft. Es macht Angebote vergleichbar und ist bei Werkverträgen die Grundlage der Abnahme.
Local SEO
Local SEO sorgt dafür, dass ein Unternehmen bei Suchanfragen mit Ortsbezug gefunden wird — etwa „Elektriker Leipzig“ oder „Zahnarzt in der Nähe“. Wichtigste Bausteine sind ein gepflegtes Google Business Profile, über alle Verzeichnisse hinweg einheitliche Kontaktdaten und echte Bewertungen. Für Betriebe mit Einzugsgebiet ist es der wirksamste Marketinghebel.
M
O
Online-Marketing
Online-Marketing bündelt alle Maßnahmen, mit denen Unternehmen im Internet Kunden gewinnen: Suchmaschinenoptimierung, bezahlte Anzeigen, Inhalte, soziale Netzwerke und E-Mail. Welche Kanäle sinnvoll sind, hängt davon ab, wo deine Zielgruppe sucht und wie lange sie überlegt. Sinnvoll ist nicht, alle Kanäle zu bespielen, sondern die passenden auszuwählen.
Onlineshop erstellen lassen
Einen Onlineshop erstellen lassen heißt, Shopsystem, Gestaltung, Zahlungsarten und Versandlogik von einem Dienstleister einrichten zu lassen. Anders als bei einer Website kommen rechtliche Pflichten, Warenwirtschaft und laufender Betrieb dazu — der Start ist erst der Anfang. Der größte Aufwand steckt meist in den Produktdaten, nicht in der Technik.
S
Scheinselbstständigkeit
Scheinselbstständigkeit liegt vor, wenn jemand formal als Selbstständiger beauftragt wird, tatsächlich aber wie ein Arbeitnehmer eingesetzt ist — weisungsgebunden, in den Betrieb eingegliedert und im Wesentlichen für einen einzigen Auftraggeber tätig. Für Auftraggeber drohen dann Nachzahlungen von Sozialversicherungsbeiträgen für zurückliegende Zeiträume.
SEO (Suchmaschinenoptimierung)
SEO umfasst alle Maßnahmen, damit eine Website in den unbezahlten Suchergebnissen gefunden wird. Sie stützt sich auf drei Säulen: technische Grundlagen, Inhalte, die die Suchfrage beantworten, und Verweise anderer Websites. Ergebnisse zeigen sich meist nach drei bis sechs Monaten. Seriöse Anbieter versprechen dabei keine festen Platzierungen, sondern Wahrscheinlichkeiten.
SEO-Agentur – Kosten
Eine SEO-Agentur kostet in Deutschland meist ca. 800 bis 3.500 Euro monatlich bei laufender Betreuung. Einmalige Analysen liegen bei ca. 1.500 bis 5.000 Euro. Der Preis richtet sich nach Wettbewerb, Umfang der Website und danach, wer die Umsetzung übernimmt. Für lokal tätige Betriebe reicht oft ein einmaliges Projekt mit kleiner Betreuung.
Social-Media-Marketing
Social-Media-Marketing ist die Nutzung sozialer Netzwerke für Sichtbarkeit, Kundenbindung und Personalgewinnung. Es umfasst eigene Beiträge, Interaktion mit der Zielgruppe und bezahlte Anzeigen. Anders als bei der Suche muss man Aufmerksamkeit erzeugen, statt vorhandene Nachfrage abzuholen. Für viele Mittelständler liegt der größte Nutzen inzwischen in der Personalgewinnung.
Stundensatz Freelancer
Freiberufliche Stundensätze liegen im deutschen Digitalbereich meist zwischen ca. 60 und 140 Euro, bei gefragten Spezialisierungen darüber. Der Satz ist kein Gehalt: Davon gehen Sozialabgaben, Versicherungen, Weiterbildung, Werkzeuge und unbezahlte Zeiten für Akquise und Verwaltung ab. Vergleichbar sind deshalb nur Gesamtschätzungen für eine Aufgabe, keine Stundensätze.
U
UI-Design
UI-Design gestaltet die sichtbare Oberfläche einer Anwendung: Farben, Schriften, Abstände, Knöpfe und Symbole. Es setzt um, was im UX-Konzept festgelegt wurde, und sorgt dafür, dass Bedienelemente erkennbar, unterscheidbar und markengerecht aussehen. Bei größeren Produkten entsteht daraus ein Designsystem aus wiederverwendbaren Bausteinen.
UX-Design
UX-Design gestaltet die gesamte Nutzungserfahrung eines digitalen Produkts: Abläufe, Struktur und Verständlichkeit. Es fragt, was Nutzer erreichen wollen und wo sie scheitern. Anders als UI-Design geht es nicht um das Aussehen, sondern um das Funktionieren. Fünf Nutzern beim Benutzen zuzusehen bringt mehr als zehn Besprechungen über Geschmack.
W
Was kostet eine Website?
Eine professionelle Website kostet in Deutschland je nach Umfang ca. 3.000 bis 30.000 Euro. Den Preis bestimmen die Zahl der Seitentypen, individuelle Funktionen und die Frage, wer Texte und Bilder liefert. Dazu kommen laufende Kosten für Hosting, Wartung und Pflege.
Was macht eine Webdesign-Agentur?
Eine Webdesign-Agentur plant, gestaltet und baut Websites — meist im Team aus Konzeption, Gestaltung, Entwicklung und Projektleitung. Anders als ein einzelner Freelancer deckt sie mehrere Fachrichtungen ab und bleibt bei Ausfall einer Person handlungsfähig. Häufig übernimmt sie auch Texte, Bilder und die Betreuung nach dem Start.
Webdesign
Webdesign ist die Gestaltung und der Aufbau einer Website: Struktur, Layout, Farben, Schrift und Bedienführung. Es entscheidet, ob Besucher finden, was sie suchen, und ob sie dir vertrauen. Gutes Webdesign folgt deinen Geschäftszielen, nicht dem Geschmack des Gestalters. Es entscheidet damit mit darüber, ob aus Besuchern tatsächlich Anfragen werden.
Webdesigner
Ein Webdesigner gestaltet Websites: Aufbau, Farbwelt, Typografie und Bedienelemente. Viele Webdesigner setzen ihre Entwürfe auch technisch um, etwa mit einem Redaktionssystem. Von der Webentwicklung unterscheidet sich die Rolle durch den Schwerpunkt auf Gestaltung statt Programmierung. Für individuelle Funktionen und Schnittstellen brauchst du zusätzlich einen Entwickler.
Webentwickler
Ein Webentwickler programmiert die Funktionen einer Website oder Webanwendung. Er baut aus Entwürfen lauffähigen Code, bindet Datenbanken und Schnittstellen an und sorgt für Sicherheit und Geschwindigkeit. Unterschieden wird zwischen Frontend, Backend und Full-Stack. Vom Webdesigner trennt ihn der Schwerpunkt auf Programmierung statt Gestaltung.
Website-Relaunch
Ein Website-Relaunch ist die grundlegende Überarbeitung einer bestehenden Website — Struktur, Design und Technik werden erneuert. Anders als bei einer Neuentwicklung gibt es Bestand: Inhalte, Adressen und Suchmaschinen-Rankings, die man mitnehmen muss, statt sie zu verlieren. Ohne Weiterleitungen von den alten Adressen droht dabei ein Einbruch der Sichtbarkeit.
Werkvertrag vs. Dienstvertrag
Beim Werkvertrag schuldet der Auftragnehmer ein fertiges Ergebnis, beim Dienstvertrag nur die Tätigkeit selbst. Für dich als Auftraggeber ist das der wichtigste Unterschied: Nur beim Werkvertrag gibt es eine Abnahme und Gewährleistung für Mängel. Maßgeblich ist die tatsächliche Durchführung, nicht die Überschrift des Vertrags.