CMS (Content-Management-System)
Ein CMS ist eine Software, mit der du Inhalte deiner Website ohne Programmierkenntnisse pflegst. Texte, Bilder und Seiten bearbeitest du in einer Oberfläche im Browser, das Layout bleibt in der Vorlage. Bekannte Systeme sind WordPress, TYPO3 und Webflow. Entscheidend bei der Auswahl ist, wer die Sicherheitsaktualisierungen übernimmt.
Ein Content-Management-System trennt Inhalt von Gestaltung. Deine Texte und Bilder liegen in einer Datenbank, das Aussehen steckt in Vorlagen. Wenn du einen Preis änderst, tippst du ihn in ein Formularfeld — um Schriftgröße und Position kümmert sich die Vorlage. Der praktische Nutzen: Deine Fachabteilung kann Inhalte selbst pflegen. Ein Autohaus kann neue Fahrzeuge einstellen, eine Kanzlei eine Stellenanzeige veröffentlichen, ohne jedes Mal die Agentur zu beauftragen. Die Systeme unterscheiden sich stark. WordPress ist am weitesten verbreitet, es gibt viele Erweiterungen und viele Leute, die damit umgehen können. TYPO3 ist im deutschen Mittelstand und in Behörden verbreitet, stärker bei Rechteverwaltung und Mehrsprachigkeit, dafür aufwendiger. Webflow verbindet Gestaltung und Redaktion in einem Werkzeug. Shopify ist auf Handel spezialisiert. Nicht zu verwechseln ist das CMS mit einem Baukasten: Beim Baukasten gestaltest du selbst in einem festen Rahmen, beim CMS baut ein Dienstleister die Vorlagen und du pflegst danach die Inhalte.
Sobald sich Inhalte regelmäßig ändern. Bei einer Seite, die einmal steht und drei Jahre unverändert bleibt, ist ein CMS unnötiger Ballast. Ein CMS lohnt sich, wenn du Neuigkeiten, Stellenanzeigen, Referenzen oder Produkte selbst pflegen willst — oder wenn mehrere Personen mit unterschiedlichen Rechten arbeiten sollen. Wichtiges Auswahlkriterium ist nicht der Funktionsumfang, sondern wer das System betreut. Jedes öffentlich erreichbare CMS braucht regelmäßige Sicherheitsaktualisierungen. Eine ungepflegte WordPress-Installation ist ein bekanntes Einfallstor. Warnsignal: Wenn dir jemand ein System empfiehlt, ohne zu fragen, wer bei dir Inhalte pflegt und wie oft, geht es um seine Gewohnheiten, nicht um deinen Bedarf.
Die Software selbst ist bei WordPress und TYPO3 kostenlos, Geld kostet die Einrichtung. Eine Website auf CMS-Basis liegt üblicherweise bei ca. 5.000 bis 25.000 Euro, je nach Zahl der Vorlagen und Sonderfunktionen. Laufend fallen an: Hosting ab wenigen Euro monatlich für kleine Seiten, bei anspruchsvolleren Installationen ca. 30 bis 150 Euro. Für Sicherheitsaktualisierungen und Wartung verlangen Dienstleister häufig ca. 50 bis 300 Euro monatlich. Kostenpflichtige Erweiterungen und Lizenzen für Vorlagen können jeweils im zwei- bis dreistelligen Bereich pro Jahr liegen. Lass dir diese Positionen vorab nennen — sie werden gern übersehen.
Frag, welche Systeme der Anbieter regelmäßig einsetzt. Wer nur eines kennt, wird dir genau dieses empfehlen. Kläre die Wartung schriftlich: Wer spielt Aktualisierungen ein, wie oft, und was passiert bei einer Sicherheitslücke außerhalb der Geschäftszeiten? Lass dir die Redaktionsoberfläche im Erstgespräch zeigen und probiere sie selbst aus. Wenn du dort nicht ohne Anleitung eine Überschrift ändern kannst, wirst du die Seite später nicht pflegen. Und achte auf die Ausstiegsmöglichkeit: Kannst du deine Inhalte exportieren, wenn du den Anbieter wechselst?
Jemanden suchen, der das umsetzt?
Im Verzeichnis stehen Agenturen, Freelancer und Beratungen aus dem DACH-Raum — Kontakt ohne Vermittlungsgebühr.
Passende Macher finden