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Was macht eine Webdesign-Agentur?

Eine Webdesign-Agentur plant, gestaltet und baut Websites — meist im Team aus Konzeption, Gestaltung, Entwicklung und Projektleitung. Anders als ein einzelner Freelancer deckt sie mehrere Fachrichtungen ab und bleibt bei Ausfall einer Person handlungsfähig. Häufig übernimmt sie auch Texte, Bilder und die Betreuung nach dem Start.

Eine Webdesign-Agentur übernimmt ein Website-Projekt von der ersten Besprechung bis zum Start — und meist darüber hinaus. Im Unterschied zu einer einzelnen Person arbeitet dort ein Team mit unterschiedlichen Fachrichtungen. Typischerweise gehören dazu: Konzeption, die Struktur und Inhalte plant. Gestaltung, die das visuelle Erscheinungsbild entwickelt. Entwicklung, die daraus eine funktionierende Website macht. Projektleitung, die Termine hält und dein Ansprechpartner ist. Häufig kommen Texterstellung, Fotografie und Betreuung nach dem Start dazu. Was viele überrascht: Ein erheblicher Teil der Arbeit ist keine Gestaltung, sondern Klärung. Welche Zielgruppen gibt es, welche Fragen haben sie, in welcher Reihenfolge, welche Inhalte fehlen? Diese Vorarbeit entscheidet stärker über das Ergebnis als die Farbwahl. Ein Beispiel: Ein Hersteller von Laborbedarf beauftragte eine Agentur mit einem Relaunch. Der größte Teil des Projekts bestand darin, aus 400 gewachsenen Produktseiten eine nachvollziehbare Struktur zu machen. Die Gestaltung war vergleichsweise schnell erledigt.

Wenn dein Projekt mehrere Fachrichtungen braucht, wenn Termine verbindlich sind oder wenn du einen Ansprechpartner mit Gesamtverantwortung willst. Ebenfalls sinnvoll: bei größeren Projekten mit mehreren Beteiligten in deinem Haus. Agenturen bringen Erfahrung darin, Freigabeprozesse zu organisieren — das klingt nebensächlich, ist aber häufig der Grund für verzögerte Projekte. Für eine schlanke Website mit klarer Vorstellung ist ein Freelancer meist die wirtschaftlichere Wahl. Der Aufpreis für eine Agentur zahlt sich vor allem bei Umfang, Verbindlichkeit und Ausfallsicherheit aus. Warnsignal: Wenn die Agentur im Erstgespräch nicht nach deinen Geschäftszielen fragt, sondern sofort Gestaltungsvorschläge zeigt.

Stundensätze liegen in Deutschland üblicherweise bei ca. 90 bis 150 Euro, in Ballungsräumen und bei spezialisierten Häusern auch darüber. Für eine Unternehmenswebsite mit individuellem Design, Redaktionssystem und Inhaltseinpflege sind ca. 10.000 bis 30.000 Euro üblich. Kleinere Projekte auf Basis vorhandener Gestaltungssysteme liegen darunter. Für Betreuung nach dem Start bieten viele Agenturen monatliche Kontingente an, häufig ab ca. 200 bis 800 Euro. Der Vorteil: verlässliche Reaktionszeiten statt Warteschlange.

Frag, wer konkret an deinem Projekt arbeitet und wer dein fester Ansprechpartner ist. Bei größeren Agenturen ist der Verkäufer selten der spätere Projektleiter. Lass dir den Ablauf mit Meilensteinen und Freigabepunkten zeigen. Kläre, was passiert, wenn du eine Freigabe verzögerst — und was, wenn die Agentur einen Termin reißt. Prüfe Nutzungsrechte und Zugänge im Vertrag. Und such dir zwei Referenzen aus dem Portfolio, ruf dort an und frag nach der Zusammenarbeit, nicht nach dem Ergebnis.

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