Landingpage
Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit genau einem Ziel — etwa eine Anfrage, eine Anmeldung oder ein Download. Sie verzichtet bewusst auf Navigation und Ablenkung. Besucher kommen meist über Anzeigen oder Newsletter dorthin, nicht über die Startseite. Ohne passende Zielseite verpufft ein großer Teil des Anzeigenbudgets.
Eine Landingpage ist die Seite, auf der jemand „landet", nachdem er auf eine Anzeige, einen Newsletter-Link oder einen QR-Code geklickt hat. Ihr Kennzeichen: Sie verfolgt genau ein Ziel und blendet alles aus, was davon ablenkt. Deshalb fehlt auf einer echten Landingpage meist die normale Navigation. Wer über eine Anzeige für „Wärmepumpe Förderung" kommt, soll nicht versehentlich im Blog landen, sondern das Beratungsformular ausfüllen. Der Aufbau folgt einer klaren Reihenfolge: eine Überschrift, die das Versprechen der Anzeige aufgreift, ein kurzer Nutzenabschnitt, Belege wie Referenzen oder Zertifikate, häufige Einwände entkräften, und ein Formular oder Knopf — idealerweise mehrfach über die Seite verteilt. Ein Sanitärbetrieb aus dem Ruhrgebiet schaltete Anzeigen für Badsanierung und leitete sie zunächst auf die Startseite. Nach dem Wechsel auf eine eigene Seite mit Vorher-Nachher-Bildern, Festpreisrahmen und kurzem Formular stiegen die Anfragen deutlich — bei gleichem Anzeigenbudget. Wichtig: Eine Landingpage ersetzt keine Website. Sie ergänzt sie für konkrete Kampagnen.
Immer dann, wenn du bezahlten Verkehr auf ein bestimmtes Angebot lenkst. Bei Google Ads oder Social-Media-Anzeigen ist die Landingpage der Unterschied zwischen teuren Klicks und tatsächlichen Anfragen. Auch sinnvoll: Messeeinladungen, Stellenanzeigen, Produkteinführungen oder Aktionen mit begrenzter Laufzeit. Überall dort, wo eine Zielgruppe mit einer klaren Erwartung ankommt. Nicht sinnvoll ist eine Landingpage als Ersatz für eine fehlende Website — Besucher, die dein Unternehmen prüfen wollen, suchen Impressum, Team und Referenzen. Warnsignal: Wenn deine Anzeigen viele Klicks bringen, aber kaum Anfragen entstehen, liegt es fast immer an der Zielseite, nicht an der Anzeige.
Eine einzelne Landingpage auf Basis eines bestehenden Designs liegt häufig bei ca. 800 bis 3.000 Euro. Kommen eigenes Konzept, Texte und Fotos dazu, sind ca. 3.000 bis 6.000 Euro realistisch. Der Preis hängt vor allem daran, wie viel Konzeptarbeit nötig ist: Wer die Zielgruppe und ihre Einwände schon kennt, spart die Recherche. Wer erst herausfinden muss, welches Argument zieht, zahlt für diese Arbeit. Rechne bei laufenden Kampagnen mit Budget für Optimierung. Landingpages werden selten beim ersten Versuch optimal — Anpassungen nach den ersten Wochen gehören dazu.
Frag nach messbaren Ergebnissen: Ein Anbieter, der Landingpages baut, sollte über Conversion-Raten sprechen können, nicht nur über Gestaltung. Kläre, wer die Texte schreibt. Bei Landingpages entscheidet der Text stärker über den Erfolg als das Layout — ein reiner Gestalter ist hier oft nicht ausreichend. Achte darauf, dass Messung mitgedacht wird: Ohne Auswertung weißt du nicht, ob die Seite funktioniert. Und stelle sicher, dass du Texte und Bilder später selbst tauschen kannst, ohne für jede Aktion neu zu beauftragen.
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