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Webdesigner

Ein Webdesigner gestaltet Websites: Aufbau, Farbwelt, Typografie und Bedienelemente. Viele Webdesigner setzen ihre Entwürfe auch technisch um, etwa mit einem Redaktionssystem. Von der Webentwicklung unterscheidet sich die Rolle durch den Schwerpunkt auf Gestaltung statt Programmierung. Für individuelle Funktionen und Schnittstellen brauchst du zusätzlich einen Entwickler.

Ein Webdesigner übersetzt die Anforderungen eines Unternehmens in eine benutzbare, gestaltete Website. Dazu gehört die Aufteilung der Seiten, die Wahl von Farben und Schriften, die Gestaltung von Bedienelementen und die Festlegung, wie sich das Layout auf verschiedenen Bildschirmgrößen verhält. In der Praxis ist die Rolle breiter, als der Titel vermuten lässt. Viele Webdesigner beraten zu Struktur und Inhalten, setzen ihre Entwürfe in einem Redaktionssystem um, pflegen Inhalte ein und kümmern sich um technische Grundlagen wie Ladezeit und Auffindbarkeit. Die Grenze zur Webentwicklung ist fließend. Als Faustregel: Wer Layouts baut und mit fertigen Systemen arbeitet, ist Designer. Wer eigene Funktionen programmiert, Schnittstellen anbindet oder Datenbanken entwirft, ist Entwickler. Ein Beispiel: Eine Physiotherapiepraxis braucht Termine, Leistungen, Team und Anfahrt. Das ist klassische Webdesigner-Arbeit. Sobald Online-Terminbuchung mit Anbindung an die Praxissoftware dazukommt, braucht es zusätzlich Entwicklung.

Bei einer neuen Website, bei einer Überarbeitung des Erscheinungsbilds oder wenn deine bestehende Seite auf dem Handy nicht funktioniert. Auch dann, wenn du inhaltlich weißt, was auf die Seite soll, aber die Gestaltung nicht selbst übernehmen willst. Viele Betriebe scheitern nicht an Technik, sondern daran, dass sie ihre eigenen Inhalte nicht ordnen können — hier hilft ein erfahrener Designer. Nicht ausreichend ist ein reiner Webdesigner, wenn dein Projekt individuelle Funktionen braucht: Kundenbereiche, Shop-Anbindung, Datenaustausch mit anderen Systemen. Warnsignal: Wer ausschließlich fertige Vorlagen einsetzt und dafür Preise wie für individuelle Gestaltung verlangt. Frag nach, ob eine gekaufte Vorlage die Grundlage ist.

Freiberufliche Webdesigner arbeiten in Deutschland üblicherweise mit Stundensätzen von ca. 60 bis 110 Euro. In Agenturen liegen die Sätze meist bei ca. 90 bis 150 Euro. Für eine kleine Unternehmenswebsite mit fünf bis acht Seiten sind Projektpreise von ca. 3.000 bis 8.000 Euro üblich. Reine Gestaltungsleistung ohne Umsetzung liegt darunter. Bei laufender Betreuung sind Stundenkontingente verbreitet. Achte darauf, ob nicht genutzte Stunden verfallen — das ist der häufigste Streitpunkt bei solchen Vereinbarungen.

Sieh dir drei Arbeiten auf dem Handy an. Wenn dort Text zu klein ist oder Elemente überlappen, ist das aussagekräftiger als jedes Portfoliobild. Frag, ob eine gekaufte Vorlage oder eine individuelle Gestaltung die Grundlage ist. Beides kann richtig sein — der Preis sollte aber dazu passen. Kläre, wer Inhalte einpflegt und ob du das später selbst kannst. Und lass dir die Nutzungsrechte an den Gestaltungsdateien schriftlich einräumen.

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