KI-Beratung
KI-Beratung hilft Unternehmen dabei, sinnvolle Einsatzfelder für künstliche Intelligenz zu finden und umzusetzen. Sie klärt, welche Aufgaben sich lohnen, welche Daten dafür nötig sind und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten — statt Technik ohne Anwendungsfall einzuführen. Im Mittelstand geht es meist um Textarbeit und Belegverarbeitung.
KI-Beratung unterstützt bei der Frage, wo künstliche Intelligenz in deinem Unternehmen echten Nutzen bringt — und wo nicht. Sie beginnt bei den Aufgaben, nicht bei der Technik. Typische Einsatzfelder im Mittelstand sind heute weniger spektakulär, als die Berichterstattung vermuten lässt: Dokumente auslesen und in Systeme übertragen, Anfragen vorsortieren, Textentwürfe erstellen, Angebote aus Vorlagen zusammenstellen, Übersetzungen, Auswertung von Freitextrückmeldungen. Die Beratung klärt vier Dinge: Welche Aufgabe kostet heute viel Zeit? Welche Daten liegen dafür vor und in welcher Qualität? Was passiert bei Fehlern? Und welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten, etwa beim Umgang mit personenbezogenen Daten oder nach dem europäischen KI-Regelwerk? Ein Beispiel: Ein Handelsunternehmen wollte einen Chatbot für den Kundenservice. Die Analyse zeigte, dass die meiste Zeit nicht in Kundenanfragen floss, sondern in das Abtippen von Lieferantenrechnungen. Die automatische Belegerfassung brachte in demselben Jahr mehr Entlastung als ein Chatbot es gekonnt hätte.
Wenn du wiederkehrende, textlastige oder datenintensive Aufgaben hast und wissen willst, was sich davon sinnvoll automatisieren lässt. Auch dann, wenn im Unternehmen bereits einzelne Werkzeuge genutzt werden und Regeln dafür fehlen. Ein häufiger Auslöser ist der Wunsch der Geschäftsführung, „etwas mit KI zu machen". Genau hier ist Beratung wertvoll — sie übersetzt das in konkrete Anwendungsfälle mit prüfbarem Nutzen. Voraussetzung ist meist ordentliche Datenhaltung. Wenn Informationen in unstrukturierten Ordnern und in den Köpfen einzelner Personen liegen, steht dieser Schritt vorher an. Warnsignale: Anbieter, die mit Einsparungsversprechen in Prozentzahlen werben, ohne deine Prozesse zu kennen. Und Angebote, die einen Anwendungsfall vorgeben, statt ihn zu suchen.
Tagessätze liegen üblicherweise bei ca. 1.000 bis 2.000 Euro. Ein Einstiegsformat mit Bestandsaufnahme und bewerteter Liste von Anwendungsfällen liegt häufig bei ca. 5.000 bis 15.000 Euro. Eine erste Umsetzung als abgegrenzter Testfall bewegt sich meist zwischen ca. 15.000 und 50.000 Euro, abhängig davon, wie viel Anbindung an bestehende Systeme nötig ist. Laufend fallen Kosten für die genutzten Dienste an, häufig nach Verbrauch abgerechnet. Diese Position sollte im Angebot mit einer Schätzung stehen — sie wird gern vergessen.
Frag, wie der Anbieter Anwendungsfälle auswählt und bewertet. Wer keine Methode zur Priorisierung hat, verkauft Technik. Kläre den Umgang mit deinen Daten: Wo werden sie verarbeitet, werden sie zum Training verwendet, welche Verträge gibt es? Beim Einsatz personenbezogener Daten solltest du zusätzlich fachkundigen Rat einholen — dieser Text ersetzt keine Rechtsberatung. Bestehe auf einem messbaren Testfall vor der großen Investition. Und frag nach Referenzen aus Unternehmen ähnlicher Größe — Konzernprojekte lassen sich selten übertragen.
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