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App-Entwicklung

App-Entwicklung ist die Erstellung von Anwendungen für Smartphones und Tablets — von der Idee über Konzept und Gestaltung bis zur Veröffentlichung im App Store. Sie unterscheidet sich von der Website-Entwicklung durch Prüfprozesse der Plattformen und laufende Pflege. Nach dem Start ist laufende Pflege Pflicht, sonst fliegt die App aus den Stores.

App-Entwicklung umfasst alle Schritte, aus einer Idee eine lauffähige Anwendung für Smartphone oder Tablet zu machen: Anforderungen klären, Bedienabläufe entwerfen, Oberfläche gestalten, programmieren, testen und veröffentlichen. Der wichtigste Unterschied zur Website: Apps laufen auf fremdem Gebiet. Apple und Google prüfen jede Veröffentlichung und jedes Update. Eine abgelehnte Einreichung kann ein Projekt um Wochen verzögern, und beide Anbieter ändern ihre Regeln regelmäßig. Technisch gibt es mehrere Wege. Native Entwicklung baut je eine App für iOS und Android — beste Leistung, doppelter Aufwand. Plattformübergreifende Ansätze bauen aus einer Codebasis beide Apps, was Kosten spart und für die meisten Geschäftsanwendungen ausreicht. Eine Web-App läuft im Browser und braucht keinen App Store. Ein Beispiel: Ein Logistikunternehmen wollte eine App für Fahrer zur Sendungserfassung. Weil sie nur intern genutzt wird und Kamera plus Offline-Speicher braucht, fiel die Wahl auf eine plattformübergreifende App — die Frage nach App-Store-Sichtbarkeit stellte sich gar nicht.

Eine App lohnt sich, wenn du Gerätefunktionen brauchst, die im Browser nicht oder schlecht verfügbar sind: Kamera im Dauereinsatz, Standortverfolgung im Hintergrund, Offline-Betrieb, Push-Nachrichten oder Anbindung an Geräte per Bluetooth. Sie lohnt sich außerdem bei hoher Nutzungsfrequenz. Wer eine Anwendung täglich benutzt, schätzt das Symbol auf dem Startbildschirm. Wer sie zweimal im Jahr braucht, lädt keine App herunter. Kein guter Grund ist „unsere Wettbewerber haben auch eine". Viele Unternehmens-Apps werden nach dem Start kaum genutzt, weil sie nur die Website in klein zeigen. In diesen Fällen ist eine gute mobile Website die bessere Investition. Warnsignal: Wenn niemand benennen kann, welches Problem die App für welche Nutzergruppe löst, ist das Projekt noch nicht reif für ein Angebot.

Stundensätze liegen in Deutschland üblicherweise bei ca. 90 bis 160 Euro. Eine überschaubare App mit Anmeldung, einigen Ansichten und Anbindung an ein bestehendes System beginnt häufig bei ca. 25.000 bis 50.000 Euro. Anwendungen mit Zahlungsabwicklung, Kartenfunktionen oder Echtzeitdaten liegen eher bei ca. 60.000 bis 150.000 Euro. Ein erster funktionsfähiger Kern zum Testen lässt sich oft für ca. 15.000 bis 30.000 Euro bauen. Häufig unterschätzt: der Betrieb. Rechne jährlich mit ca. 15 bis 25 Prozent der Erstellungskosten für Anpassungen an neue Betriebssystemversionen, Fehlerbehebung und Entwicklerkonten. Eine App, die zwei Jahre nicht aktualisiert wird, fliegt aus den Stores.

Lass dir veröffentlichte Apps zeigen und lade zwei davon herunter. Achte auf das Datum des letzten Updates — das verrät mehr über die Betreuungsqualität als jede Referenzliste. Kläre vor Vertragsschluss, wem der Quellcode gehört und auf wessen Entwicklerkonten die Apps veröffentlicht werden. Beides sollte bei dir liegen, sonst wird ein Anbieterwechsel zur Neuentwicklung. Frag nach dem Umgang mit Store-Ablehnungen und nach der Reaktionszeit bei Fehlern in der Produktion. Und vereinbare einen Wartungsvertrag von Beginn an — nicht erst, wenn das nächste Betriebssystem erscheint.

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