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App entwickeln lassen – Kosten

Eine App entwickeln zu lassen kostet in Deutschland je nach Umfang ca. 15.000 bis 150.000 Euro. Der Preis ergibt sich aus der Zahl der Funktionen, den unterstützten Plattformen und den Schnittstellen zu bestehenden Systemen. Dazu kommen jährliche Wartungskosten. Der Serverteil hinter der App wird dabei regelmäßig unterschätzt.

App-Projekte werden fast immer nach Aufwand kalkuliert. Bei Stundensätzen von üblicherweise ca. 90 bis 160 Euro entstehen die Unterschiede nicht durch den Preis pro Stunde, sondern durch die Zahl der Stunden. Drei Größenordnungen helfen bei der Einordnung. Ein erster funktionsfähiger Kern mit wenigen Ansichten liegt häufig bei ca. 15.000 bis 30.000 Euro. Eine ausgereifte Anwendung mit Benutzerkonten, Serveranbindung und beiden Plattformen bewegt sich meist zwischen ca. 40.000 und 90.000 Euro. Anwendungen mit Zahlungsabwicklung, Kartenfunktionen oder Echtzeitdaten beginnen eher bei ca. 100.000 Euro. Was fast immer übersehen wird: Die App ist nur ein Teil. Wenn Nutzerkonten, Daten oder Auswertungen dazugehören, braucht es einen Server dahinter — dieser Teil macht regelmäßig 30 bis 50 Prozent des Aufwands aus. Ein Beispiel: Ein Fitnessstudio-Betreiber wollte eine App für Kursbuchungen. Die App selbst war überschaubar, aber die Anbindung an das bestehende Mitgliederverwaltungssystem verdoppelte den Aufwand, weil dessen Schnittstelle nicht dokumentiert war.

Rechne rückwärts. Wenn die App Prozesse ersetzt, kalkuliere die eingesparten Arbeitsstunden. Wenn sie Umsatz bringen soll, schätze Nutzerzahl und Wert pro Nutzer — vorsichtig. Der pragmatische Weg: Beginne mit einem kleinen, echten Funktionsumfang und lerne aus der Nutzung. Viele Funktionen, die im Konzept unverzichtbar wirken, werden nach dem Start kaum verwendet. Warnsignal beim Angebotsvergleich: Wenn ein Anbieter deutlich günstiger ist, prüfe den Leistungsumfang. Häufig fehlen Serverteil, Tests, Store-Einreichung oder Wartung — die tauchen dann später als Nachtrag auf.

Die größten Treiber sind: Zahl der Ansichten und Abläufe, Benutzerkonten mit Rechten, Offline-Fähigkeit, Zahlungsabwicklung, Anbindung an bestehende Systeme sowie die Frage nach einer oder zwei Plattformen. Ein plattformübergreifender Ansatz spart gegenüber zwei nativen Apps erfahrungsgemäß etwa ein Drittel. Eine reine Web-App spart die Store-Prozesse komplett, kann aber nicht alle Gerätefunktionen nutzen. Für den Betrieb rechne jährlich mit ca. 15 bis 25 Prozent der Erstellungskosten. Dazu kommen Entwicklerkonten bei Apple und Google sowie Serverkosten je nach Nutzung.

Verlange eine Aufteilung nach Funktionsblöcken statt einer Gesamtsumme. So siehst du, was eine einzelne Funktion kostet, und kannst gezielt streichen. Frag ausdrücklich, was nicht enthalten ist: Serverteil, Tests auf echten Geräten, Store-Einreichung, Datenschutzerklärung, Wartung. Kläre die Rechte am Quellcode und die Konten für die Veröffentlichung. Und lass dir den Umgang mit Änderungswünschen erklären — bei Festpreisprojekten entscheidet dieser Punkt darüber, ob die Zusammenarbeit entspannt bleibt.

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