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Wärmepumpen-Leads für SHK-Betriebe selbst aufbauen

Du willst mehr Wärmepumpen-Aufträge aus deinem Einzugsgebiet, aber keine Anfragen, die gleichzeitig an drei Wettbewerber gehen? Beschreib kurz Region, Monteurkapazität und bisherige Leadquellen. Die Anfrage geht an Marketing-Anbieter, die sich direkt bei deinem Betrieb melden.

  • Agenturen, Freelancer und Beratungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
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  • Anfrage in zwei Minuten beschrieben

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  1. 1Dein Projekt
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Wann soll es losgehen?

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Wofür Unternehmen anfragen

  • Regionale Wärmepumpen-Kampagnen
  • Landingpage mit Förder-Vorcheck
  • Vorqualifizierung per Telefon
  • Einwilligungstexte nach § 7a UWG
  • Exklusiv-Leads vs. Portal-Leads
  • Leadsteuerung nach Monteurkapazität
  • Übergabe an Angebot und BzA
  • Lead-Nachverfolgung bis zur BnD
  • Auswertung Kosten pro Auftrag

Dein Thema ist nicht dabei? Beschreib es trotzdem. Die Liste ist der Rahmen, nicht die Grenze.

Worauf es ankommt

Wie SHK-Betriebe Wärmepumpen-Anfragen gewinnen und filtern

Warum Wärmepumpen-Leads anders funktionieren

Bei kaum einem Auftrag hängt die Kaufentscheidung so stark an der Förderung wie beim Heizungstausch. Die KfW-Heizungsförderung 458 (Merkblatt Stand 07/2026) gewährt Privatpersonen eine Grundförderung von 30 Prozent, dazu für Selbstnutzer einen Klimageschwindigkeitsbonus, der seit dem 21.07.2026 bei 16 Prozent liegt und ab Februar 2027 halbjährlich sinkt, sowie einen Einkommensbonus. Jede Konditionsänderung verschiebt die Nachfrage: Vor Stichtagen häufen sich Anfragen, danach wird es ruhiger. Kampagnen, die das nicht einplanen, kaufen Klicks zur falschen Zeit.

Dein Betrieb ist dabei nicht nur Verkäufer, sondern Teil des Förderverfahrens. Laut KfW erstellt ein Fachunternehmen oder ein Energieeffizienz-Experte die Bestätigung zum Antrag (BzA) mit den förderfähigen Kosten. Vor dem Antrag muss der Liefer- oder Leistungsvertrag mit aufschiebender oder auflösender Bedingung zur KfW-Zusage geschlossen sein und ein voraussichtliches Umsetzungsdatum enthalten. Ein Vertrag ohne diese Bedingung gilt als Vorhabenbeginn und schließt die Förderung aus. Nach dem Einbau bestätigt das Fachunternehmen die Durchführung (BnD). Ein Lead ist für dich also erst dann etwas wert, wenn du ihn durch diesen Ablauf führen kannst.

Was eine gute Vorqualifizierung abfragt

Die Anfrage sollte vor dem Vor-Ort-Termin klären, ob überhaupt ein Projekt dahintersteht:

  • Eigentum und Nutzung: Eigentümer oder Mieter, selbst genutzt oder vermietet. Davon hängen die Boni ab.
  • Gebäude: Baujahr, Wohnfläche, Sanierungsstand, Heizkörper oder Fußbodenheizung.
  • Bestandsanlage: Energieträger und Alter der alten Heizung, weil der Klimageschwindigkeitsbonus etwa an funktionsfähige Öl- oder Gasetagenheizungen oder mindestens 20 Jahre alte Gasheizungen geknüpft ist.
  • Zeitrahmen und Aufstellort: geplanter Termin, Platz für das Außengerät.

Was ein Formular nicht leisten kann: Für die BEG-Förderung verlangt der hydraulische Abgleich nach Verfahren B eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Die gehört in den Termin, nicht in die Landingpage. Ebenso der Stromanschluss: Wärmepumpen mit mehr als 4,2 kW gelten als steuerbare Verbrauchseinrichtung nach § 14a EnWG, laut Bundesnetzagentur ist die Inbetriebnahme dem Netzbetreiber vorab mitzuteilen. Wer keinen eigenen Elektrobereich hat, sollte die Abstimmung mit dem Elektropartner schon im Qualifizierungsgespräch ansprechen.

Eigene Leads oder gekaufte Leads

Portale leiten eine Anfrage oft an mehrere Betriebe weiter, ein Angebotsportal nennt ausdrücklich bis zu drei Fachbetriebe pro Anfrage. Vorteil: kein eigenes Werbebudget, schneller Start, planbar pro Anfrage. Nachteil: Du konkurrierst ab der ersten Minute, der Hausbesitzer kennt deinen Namen nicht, und die Qualität der Vorqualifizierung liegt außerhalb deines Einflusses. Exklusive Leads von Leadanbietern gehen nur an einen Betrieb, sind aber ebenfalls fremd erzeugt.

Eigene Leads entstehen über Kampagnen und Landingpages auf deinen Namen. Sie brauchen Budget, Anlaufzeit und jemanden, der Anrufe schnell annimmt, dafür gehören Daten, Bewertungen und Wiedererkennung dir.

Rechtlich heikel: der Rückruf

Für Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern verlangt § 7 UWG eine vorherige ausdrückliche Einwilligung, § 7a UWG deren Dokumentation und fünfjährige Aufbewahrung. Die Bundesnetzagentur stuft in ihren Auslegungshinweisen auch Rückrufbitten aus Kontaktformularen als mögliche Werbeeinwilligung ein und verlangt, dass die werbenden Unternehmen vollständig benannt sind. Ein Double-Opt-in per E-Mail belegt nicht, dass die angegebene Telefonnummer dem Absender gehört. Bei gekauften Leads musst du die Dokumentation des Dritten übernehmen und prüfen. Lass Formulartexte und Weitergabe von deinem Datenschutzbeauftragten oder einer Kanzlei prüfen.

Was du vor der Anfrage klären solltest

  • Einzugsgebiet in Kilometern oder Postleitzahlen
  • Freie Montagekapazität pro Monat und Vorlauf bis zum Einbau
  • Bisherige Leadquellen und wie viele Termine daraus Aufträge wurden
  • Wer Anrufe innerhalb weniger Stunden annimmt
  • Welche Wärmepumpen-Systeme und Hersteller du verbaust
Anwendungsfälle

Typische Projekte

  • Wärmepumpen-Kampagne für ein Postleitzahlengebiet

    Suchanzeigen und Social Ads auf das Einzugsgebiet begrenzen, mit einer Landingpage, die Eigentum, Baujahr und Bestandsheizung abfragt, und Budget monatlich an freie Montagetermine koppeln.

  • Förder-Vorcheck auf der Website

    Ein kurzer Fragebogen ordnet grob ein, welche KfW-458-Boni in Frage kommen, und erklärt, dass Vertrag mit Förderbedingung und Antrag vor Baubeginn stehen müssen.

  • Einwilligungstexte und Dokumentation neu aufsetzen

    Formular so gestalten, dass Rückrufwunsch, Unternehmen und Produktart klar benannt sind, und die Einwilligung nach § 7a UWG revisionssicher im CRM ablegen.

  • Portal-Leads mit eigenen Leads vergleichen

    Für jede Quelle Termine, Angebote und Aufträge über einige Monate erfassen, um die Kosten pro gewonnenem Auftrag gegenüberzustellen statt nur Kosten pro Anfrage.

  • Telefonische Vorqualifizierung auslagern

    Ein Dienstleister ruft Anfragende mit dokumentierter Einwilligung zurück, erfasst Gebäudedaten und Zeitrahmen und bucht nur passende Vor-Ort-Termine in den Kalender.

Auswahl

Woran du einen passenden Anbieter erkennst

  1. 1

    Versteht den Förderablauf

    Frag, wie Landingpage und Qualifizierung mit BzA, bedingtem Vertrag und BnD zusammenspielen. Wer den Unterschied zwischen Antrag und Vorhabenbeginn nicht erklären kann, erzeugt Leads, die an der Förderung scheitern.

  2. 2

    Einwilligung nachweisbar

    Lass dir zeigen, welcher Einwilligungstext verwendet wird, ob dein Betrieb namentlich genannt ist und wie Zeitpunkt, Wortlaut und Nummer dokumentiert werden. Bei eingekauften Leads muss die Dokumentation mitgeliefert werden.

  3. 3

    Exklusivität schriftlich geregelt

    Kläre, ob eine Anfrage nur an dich geht oder an mehrere Betriebe, und ob der Hausbesitzer weiß, wer ihn anruft. Das gehört in den Vertrag, nicht nur ins Verkaufsgespräch.

  4. 4

    Steuerung nach Kapazität

    Gute Anbieter drosseln Budget oder Leadmenge, wenn deine Monteure ausgebucht sind, und arbeiten mit monatlichen Zielen statt festen Mindestabnahmen.

  5. 5

    Auswertung bis zum Auftrag

    Erfolg sollte über Termine und gewonnene Aufträge gemessen werden. Frag, wie Rückmeldungen aus deinem Vertrieb in die Kampagnensteuerung zurückfließen.

So läuft es

In drei Schritten zum passenden Angebot

  1. 1

    Projekt beschreiben

    Budget, Zeitraum, zwei Sätze zum Vorhaben. Zwei Minuten, keine Registrierung.

  2. 2

    Wir wählen passende Anbieter

    Aus dem Verzeichnis, nach Leistung, Region und Größe. Niemand zahlt für die Vermittlung, deshalb entscheidet nur die Passung.

  3. 3

    Angebote vergleichen

    Die Anbieter melden sich direkt bei dir. Du entscheidest in Ruhe, ohne Verpflichtung uns gegenüber.

Häufige Fragen

Was hier fehlt, klärt sich im ersten Gespräch mit den Anbietern.

Lohnen sich exklusive Wärmepumpen-Leads gegenüber geteilten Portal-Anfragen?

Das hängt davon ab, wie schnell du reagierst und wie stark du im Preis konkurrierst. Geteilte Anfragen gehen an mehrere Betriebe, du bist dann einer von mehreren Anrufern. Exklusive Leads sind teurer pro Kontakt, der Hausbesitzer spricht aber nur mit dir. Vergleiche beide Quellen über mehrere Monate nach gewonnenen Aufträgen, nicht nach der Zahl der Kontakte. Belastbare Preise pro Lead nennen Anbieter meist nur auf Anfrage.

Darf ich einen Wärmepumpen-Lead aus einem Portal einfach anrufen?

Nur, wenn eine wirksame, vorherige ausdrückliche Einwilligung in den Anruf vorliegt, die auch deinen Betrieb erfasst. Nach den Auslegungshinweisen der Bundesnetzagentur zu § 7a UWG musst du bei von Dritten eingeholten Einwilligungen die Dokumentation übernehmen und prüfen, etwa Wortlaut, Zeitpunkt und genannte Unternehmen. Verstöße können mit Bußgeldern belegt werden. Lass die Vertragsbedingungen des Portals im Zweifel juristisch prüfen.

Welche Förderangaben darf eine Wärmepumpen-Landingpage machen?

Sachlich korrekte, datierte Angaben zur KfW-Heizungsförderung 458, zum Beispiel Grundförderung und Boni mit Stand. Vermeide Aussagen wie „bis zu 70 Prozent garantiert“, denn die Boni hängen von Selbstnutzung, Einkommen und Alter der Altanlage ab. Die Konditionen haben sich zuletzt zum 21.07.2026 geändert, deshalb braucht die Seite jemanden, der sie bei jeder Änderung aktualisiert.

Wann darf ich den Vertrag mit dem Kunden unterschreiben?

Laut KfW-Merkblatt 458 wird der Liefer- oder Leistungsvertrag vor dem Förderantrag geschlossen, muss aber eine aufschiebende oder auflösende Bedingung zur KfW-Zusage und ein voraussichtliches Umsetzungsdatum enthalten. Ohne diese Bedingung gilt der Vertrag als Vorhabenbeginn, und die Förderung ist ausgeschlossen. Für die Vertragsformulierung ist eine rechtliche Prüfung oder die Vorlage deines Fachverbands sinnvoll.

Wie viele Leads brauche ich für meine Monteurkapazität?

Rechne rückwärts: Wie viele Wärmepumpen können deine Teams im Monat einbauen, wie viele Angebote wurden bisher zu Aufträgen und wie viele Termine zu Angeboten? Aus diesen eigenen Quoten ergibt sich die nötige Zahl qualifizierter Anfragen. Plane außerdem den Vorlauf zwischen Anfrage, Förderzusage und Einbau ein, damit Kampagnen nicht Nachfrage für Monate erzeugen, die schon ausgebucht sind.

Bereit? Dann beschreib dein Projekt.

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