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Softwareentwicklung für Maschinenbau und Anlagenbau

Deine Maschinen sollen Daten an MES und Cloud liefern, aus der Ferne gewartet werden oder die neuen Pflichten aus Cyber Resilience Act und Maschinenverordnung erfüllen? Beschreib im Formular Steuerungsplattform, Zielsysteme und Vorhaben. Passende Entwickler und Softwarehäuser melden sich direkt bei dir.

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Wann soll es losgehen?

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Wofür Unternehmen anfragen

  • OPC-UA-Server und Companion Specifications
  • MES- und ERP-Anbindung
  • Edge-Gateways und IIoT
  • Condition Monitoring
  • Fernwartungs- und Serviceportale
  • Service- und Bedien-Apps
  • HMI-Entwicklung und -Migration
  • Embedded-Firmware
  • CRA-Meldeprozess und SBOM
  • Update-Konzepte für Maschinensoftware
  • Digitale Betriebsanleitung
  • Datenzugang nach Data Act

Dein Thema ist nicht dabei? Beschreib es trotzdem. Die Liste ist der Rahmen, nicht die Grenze.

Worauf es ankommt

Software rund um die Maschine: Aufgaben, Pflichten, Anbieter

Wo im Maschinenbau Software entsteht

Software steckt an drei Stellen: in der Maschine selbst, etwa als SPS-Programm, Firmware einer Baugruppe oder Bedienoberfläche am HMI; an der Schnittstelle zur Fabrik des Kunden, also in der Anbindung an MES, ERP oder Leitsysteme; und im Service nach der Auslieferung mit Fernwartungsportal, Condition Monitoring, Service-App und digitaler Dokumentation. Wer Safety-Programme für Steuerungen schreibt, baut selten ein Kundenportal mit Cloud-Backend, und umgekehrt. Für das allgemeine Vorgehen in Softwareprojekten und für Netzwerkbetrieb oder NIS2 im eigenen Werk sind andere Partner zuständig.

Was Maschinenbauer zum Handeln bringt

  • Kunden verlangen eine OPC-UA-Schnittstelle, damit die Maschine ohne Sonderprogrammierung ins MES kommt.
  • Für vernetzte Maschinen im Feld braucht es bis 11. September 2026 einen Meldeprozess für ausgenutzte Schwachstellen.
  • Die Betriebsanleitung soll künftig digital bereitgestellt werden.
  • Serviceeinsätze sollen durch Ferndiagnose und Zustandsdaten planbarer werden.
  • Das HMI läuft auf einer abgekündigten Plattform, und das Wissen hängt an einem Mitarbeiter.
  • Betreiber fragen nach Zugang zu den Daten ihrer Maschine.

Schnittstellen zur Fabrik

OPC UA hat sich als herstellerunabhängiger Standard für Maschinendaten durchgesetzt. Es bringt ein objektorientiertes Informationsmodell, Verschlüsselung und Authentifizierung über X.509-Zertifikate mit. Über 150 Companion Specifications beschreiben branchenspezifische Datenmodelle, der VDMA treibt mit OPC UA for Machinery und umati eine gemeinsame Basis voran. Typische Aufgaben sind ein OPC-UA-Server auf der Steuerung oder einem Edge-Gateway, das Abbilden der Maschinendaten auf das passende Informationsmodell und die Übergabe von Aufträgen, Stückzahlen und Störmeldungen an MES oder ERP.

Regulierung, die Maschinensoftware direkt betrifft

Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 ist ab 20. Januar 2027 für das Inverkehrbringen anzuwenden. Software, die Sicherheitsfunktionen wahrnimmt und gesondert in Verkehr gebracht wird, gilt nun ausdrücklich als Sicherheitsbauteil. Neu ist der Schutz gegen Korrumpierung: Bauteile, über die auf sicherheitsrelevante Software zugegriffen wird, müssen gegen unbeabsichtigte und vorsätzliche Manipulation geschützt sein. Bei Updates und Funktionserweiterungen ist zu prüfen, ob eine wesentliche Veränderung vorliegt. Betriebsanleitungen dürfen digital bereitgestellt werden, müssen dann aber über die erwartete Lebensdauer, mindestens zehn Jahre, online abrufbar sowie druck- und speicherbar sein.

Der Cyber Resilience Act erfasst Produkte mit digitalen Elementen, also auch vernetzte Steuerungen, Gateways und Apps. Ab 11. September 2026 müssen Hersteller aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Sicherheitsvorfälle melden, mit Frühwarnung binnen 24 Stunden über die Meldeplattform der ENISA. Nach Art. 69 Abs. 3 gilt das auch für Produkte, die schon im Markt sind. Ab 11. Dezember 2027 folgen die übrigen Anforderungen wie Security by Design, Sicherheitsupdates im Unterstützungszeitraum und Konformitätsbewertung. Eine Software-Stückliste (SBOM) hilft, betroffene Komponenten schnell zu finden.

Der Data Act gibt Nutzern seit 12. September 2025 Rechte an den Daten vernetzter Produkte. Produkte, die ab 12. September 2026 neu in Verkehr kommen, müssen den Datenzugang bereits konstruktiv vorsehen.

Welche Pflichten für deine Maschine konkret gelten, klärst du mit Fachleuten für Produktsicherheit und Recht. Ein Entwicklungspartner sollte sie kennen und in Architektur und Dokumentation einplanen.

Welche Entwicklungspartner es im Industrieumfeld gibt

  • Automatisierungsdienstleister: SPS- und Safety-Programmierung, HMI, Inbetriebnahme an der Maschine.
  • Embedded-Entwickler: Firmware für Baugruppen und Gateways, sichere Update-Mechanismen.
  • Industrie-Softwarehäuser: OPC UA, Edge-Anwendungen, Datenplattformen, Condition Monitoring und Kundenportale.
  • Entwicklungsdienstleister mit Engineering-Hintergrund: übernehmen ganze Pakete inklusive Dokumentation für die Konformitätsbewertung.

Technische Eckdaten für deine Anfrage

  • Steuerungsplattform, Feldbusse und vorhandene Schnittstellen
  • Ob die Software Sicherheitsfunktionen berührt
  • Ob Maschinen vernetzt ausgeliefert werden und wer Updates einspielt
  • Zielsysteme beim Betreiber, etwa MES, ERP oder Cloud-Plattform
  • Stückzahlen, Varianten und geplanter Unterstützungszeitraum
  • Vorhandener Code, Dokumentation und wer beides heute pflegt
Anwendungsfälle

Typische Projekte

  • OPC-UA-Server nach Companion Specification

    Maschinendaten werden auf das passende Informationsmodell abgebildet und über die Steuerung oder ein Gateway bereitgestellt, sodass Betreiber sie ohne Sonderanpassung ins MES übernehmen.

  • Condition Monitoring mit Edge-Gateway

    Schwingungs-, Temperatur- und Laufzeitdaten werden an der Maschine vorverarbeitet und in ein Dashboard übertragen, das Wartungsbedarf vor dem Ausfall anzeigt.

  • Fernwartungsportal für die installierte Basis

    Servicetechniker greifen protokolliert auf freigegebene Maschinen zu, sehen Störhistorie und spielen geprüfte Softwarestände ein.

  • CRA-Vorbereitung für ausgelieferte Maschinen

    SBOMs für alle Softwarestände werden erstellt, Komponenten auf bekannte Schwachstellen überwacht und ein Meldeprozess mit 24-Stunden-Frühwarnung aufgesetzt.

  • Portal für digitale Betriebsanleitungen

    Anleitungen werden je Maschinentyp und Seriennummer versioniert online bereitgestellt, sind druck- und downloadbar und über einen Code an der Maschine erreichbar.

  • Migration eines abgekündigten HMI

    Die Bedienoberfläche wird auf eine aktuelle Plattform übertragen, Bedienlogik dokumentiert und gegen die bestehende Steuerung getestet.

Auswahl

Woran du einen passenden Anbieter erkennst

  1. 1

    Passende Ebene: Steuerung, Embedded oder IT

    Frag, auf welcher Ebene der Anbieter Projekte geliefert hat. SPS-Erfahrung ersetzt keine Cloud-Architektur, und ein Web-Team kennt selten Echtzeitanforderungen.

  2. 2

    Erfahrung mit deiner Steuerungswelt

    Lass dir Referenzen mit derselben Steuerungsplattform und denselben Feldbussen nennen und frag, welche OPC-UA-Informationsmodelle schon umgesetzt wurden.

  3. 3

    Wissen zu CRA und Maschinenverordnung

    Ein geeigneter Partner kann erklären, wie SBOM, Update-Konzept und Manipulationsschutz in seiner Architektur aussehen, ohne Konformität pauschal zu versprechen.

  4. 4

    Dokumentation für die Konformitätsbewertung

    Kläre, welche Nachweise zu Anforderungen, Tests und Softwareständen geliefert werden, damit du als Hersteller bei Updates die wesentliche Veränderung beurteilen kannst.

  5. 5

    Wartbarkeit über die Maschinenlebensdauer

    Maschinen laufen oft länger als zehn Jahre. Frag nach Technologiewahl, Abhängigkeiten von Drittkomponenten und wie der Anbieter langfristige Pflege absichert.

So läuft es

In drei Schritten zum passenden Angebot

  1. 1

    Projekt beschreiben

    Budget, Zeitraum, zwei Sätze zum Vorhaben. Zwei Minuten, keine Registrierung.

  2. 2

    Wir wählen passende Anbieter

    Aus dem Verzeichnis, nach Leistung, Region und Größe. Niemand zahlt für die Vermittlung, deshalb entscheidet nur die Passung.

  3. 3

    Angebote vergleichen

    Die Anbieter melden sich direkt bei dir. Du entscheidest in Ruhe, ohne Verpflichtung uns gegenüber.

Häufige Fragen

Was hier fehlt, klärt sich im ersten Gespräch mit den Anbietern.

Fällt meine Maschinensoftware unter den Cyber Resilience Act?

Der CRA erfasst Produkte mit digitalen Elementen, die direkt oder indirekt mit einem Gerät oder Netzwerk verbunden werden können, einschließlich zugehöriger Datenfernverarbeitung. Vernetzte Steuerungen, Gateways, Service-Apps und Firmware können darunter fallen. Wie die Abgrenzung für deine Maschine aussieht und welche Produktkategorie gilt, solltest du mit Fachleuten klären. Die Informationsseiten und Technischen Richtlinien des BSI sind ein guter Einstieg.

Gilt die CRA-Meldepflicht auch für Maschinen, die schon beim Kunden stehen?

Ja. Nach Art. 69 Abs. 3 CRA gelten die Meldepflichten aus Art. 14 ab 11. September 2026 auch für Produkte, die vor dem 11. Dezember 2027 in Verkehr gebracht wurden. Aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Vorfälle sind dann mit einer Frühwarnung binnen 24 Stunden zu melden. Du brauchst also eine Übersicht, welche Softwarestände wo laufen, und einen Prozess, der Schwachstellen in Komponenten erkennt.

Darf ich die Betriebsanleitung ab 2027 nur noch digital ausliefern?

Die Maschinenverordnung erlaubt ab 20. Januar 2027 die digitale Bereitstellung. Die Anleitung muss dann über die erwartete Lebensdauer der Maschine, mindestens zehn Jahre, online abrufbar und druck-, download- und speicherbar sein, und du musst angeben, wie man sie findet. Verlangt der Käufer beim Kauf eine Papierfassung, ist sie binnen eines Monats kostenlos zu liefern. Für Verbraucher gelten zusätzliche Regeln zu Sicherheitsinformationen auf Papier.

Löst ein Software-Update an der Maschine eine neue Konformitätsbewertung aus?

Nicht automatisch. Nach der Einordnung des ZVEI zur Maschinenverordnung reicht bei einer Fehlerbehebung meist eine aktualisierte Bewertung durch den Hersteller. Bei Funktionserweiterungen entscheidet, ob eine wesentliche Veränderung vorliegt; dann ist eine neue Konformitätsbewertung für die Maschine nötig. Wer die Verantwortung trägt, hängt davon ab, ob Maschinenhersteller, Softwarehersteller oder Betreiber die Software liefert oder ändert.

Warum OPC UA statt einer eigenen Schnittstelle zur Maschine?

Weil Betreiber ihre Maschinen verschiedener Hersteller im MES zusammenführen und keine Einzelanbindung pro Typ bauen wollen. OPC UA ist herstellerunabhängig, bringt Verschlüsselung und Zertifikate mit, und Companion Specifications legen fest, wie etwa Zustand, Aufträge oder Energieverbrauch einer Maschinenart beschrieben werden. Eine proprietäre Schnittstelle kann günstiger starten, erzeugt aber bei jedem Kunden Integrationsaufwand.

Was bedeutet der Data Act für meine Condition-Monitoring-Plattform?

Nutzer vernetzter Produkte haben seit 12. September 2025 Anspruch auf Zugang zu Roh- und vorverarbeiteten Nutzungsdaten. Maschinen, die ab 12. September 2026 neu in Verkehr kommen, müssen diesen Zugang bereits in der Konstruktion vorsehen. Wer Maschinendaten bisher nur gegen Gebühr über das eigene Portal zugänglich macht, sollte Architektur, Datenmodell und Geschäftsmodell prüfen. Geschäftsgeheimnisse bleiben unter Bedingungen geschützt.

Bereit? Dann beschreib dein Projekt.

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