Woran eine SEO-Agentur bei deiner Website arbeitet
Was eine SEO-Agentur tatsächlich tut
Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Google deine Seiten findet, versteht und für passende Suchanfragen anzeigt, ohne dass du pro Klick bezahlst. Eine SEO-Agentur setzt dafür an drei Stellen an: an der Technik der Website, an den Inhalten und daran, wie andere Websites auf dich verweisen. Google beschreibt die Aufgaben eines SEO selbst recht nüchtern: Inhalt und Struktur prüfen, bei der Website-Entwicklung technisch beraten, Inhalte entwickeln, Keywords recherchieren und Teams schulen. Ein großer Teil der Arbeit ist Analyse und Abstimmung mit den Leuten, die CMS, Shop oder Texte verantworten.
Typische Anlässe für den Auftrag
- Ein Relaunch oder Domainwechsel steht an, und niemand hat geplant, was mit den alten URLs passiert.
- Die Klicks aus der organischen Suche sinken seit Monaten ohne erkennbaren Grund.
- Wichtige Leistungs- oder Kategorieseiten tauchen nicht auf, stattdessen ranken alte Blogartikel oder PDF-Dateien.
- Wettbewerber stehen bei den kaufnahen Suchbegriffen vorn.
- In der lokalen Suche und in Google Maps ist dein Unternehmen kaum sichtbar.
- Die Search Console meldet eine manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher Links.
Die Arbeitsfelder im Einzelnen
Technisches SEO: Crawling und Indexierung prüfen, robots.txt und XML-Sitemaps, Canonical-Tags, Weiterleitungsketten, doppelte Inhalte durch Filter oder URL-Parameter, Ladezeiten, strukturierte Daten und bei mehrsprachigen Websites hreflang-Angaben.
Keywords und Inhalte: Suchanfragen nach Absicht sortieren und jeder davon genau eine passende Seite zuordnen. Daraus entstehen Briefings für neue Seiten, Überarbeitungen bestehender Texte, eindeutige Seitentitel und Beschreibungen sowie eine interne Verlinkung, die wichtige Seiten stärkt. Für KI-Übersichten und den KI-Modus nennt Google keine zusätzlichen Anforderungen. Es gelten dieselben Grundlagen, und Klicks daraus zählen in der Search Console zum Suchtyp Web.
Local SEO: Pflege des Google-Unternehmensprofils mit korrektem Namen, echter Adresse oder Einzugsgebiet, Kategorien und Öffnungszeiten, dazu Standortseiten auf der Website. Googles Richtlinien untersagen zum Beispiel Keywords im Unternehmensnamen und virtuelle Büros ohne echte Präsenz.
Linkaufbau: Seriös bedeutet, dass Fachportale, Verbände, Partner oder Medien freiwillig verlinken, weil es dort einen Anlass gibt: eine Studie, ein Fachbeitrag, eine Kooperation. Gekaufte Links, übermäßiger Linktausch und automatisiert erzeugte Links stuft Google in seinen Spam-Richtlinien als Link-Spam ein. Die Folge können schlechtere Rankings oder die Entfernung aus den Suchergebnissen sein. Bezahlte Platzierungen sind nur unkritisch, wenn der Link als sponsored oder nofollow gekennzeichnet ist.
Relaunch und Migration: Alte URLs aus Sitemaps, Serverprotokollen und Analytics sammeln, jeder eine neue Ziel-URL zuordnen, serverseitige 301-Weiterleitungen einrichten und nach dem Go-live Indexierung und Suchanfragen beobachten. Google empfiehlt, Weiterleitungen mindestens ein Jahr beizubehalten, und rechnet bei mittelgroßen Websites mit einigen Wochen oder länger, bis die neuen URLs in der Suche erscheinen.
Reporting: Grundlage ist die Search Console mit Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittlicher Position, aufgeschlüsselt nach Suchanfragen und Seiten. Analytics-Daten zeigen ergänzend, ob organische Besucher anfragen oder kaufen.
Welche Anbieter es gibt
- SEO-Freelancer: für Audits, klar abgegrenzte technische Aufgaben oder als Sparringspartner eines internen Teams.
- Spezialisierte SEO-Agenturen: für die laufende Betreuung größerer Websites oder Shops, bei der Technik, Content und Linkaufbau parallel laufen.
- Webagenturen mit SEO-Angebot: naheliegend, wenn Relaunch und Optimierung zusammengehören. Frag nach, wie tief das SEO-Wissen im Team tatsächlich reicht.
- Content- und PR-Teams: wenn der Engpass bei Fachtexten und Erwähnungen in Medien liegt.
Sollen neben der organischen Suche auch Anzeigen, Newsletter und Social Media gemeinsam gesteuert werden, passt eine kanalübergreifende Online-Marketing-Agentur besser.
Was du vor der Anfrage klären solltest
- Zugang zur Search Console und zu Analytics, idealerweise mit Daten der letzten zwölf Monate.
- CMS oder Shopsystem, Hosting und wer technische Änderungen umsetzen darf.
- Die Themen und Suchbegriffe, über die Kunden dich finden sollen, und welche Seiten dafür gedacht sind.
- Anstehende Termine wie Relaunch, Domainwechsel oder neue Sprachversionen.
- Frühere SEO-Maßnahmen, vor allem gekaufte Links oder Linkpakete.
- Wer intern Texte freigibt und Fachwissen beisteuert.
- Ob du ein einmaliges Audit, eine Projektbegleitung oder laufende Betreuung suchst.