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Leadgenerierung für Versicherungs- und Finanzvermittler

Du vermittelst Versicherungen nach § 34d oder Finanzanlagen nach § 34f GewO und willst Beratungstermine statt kalter Adresslisten? Beschreib kurz Sparte, Zielgruppe und bisherige Leadquellen. Anbieter für Leadgenerierung und Vermittlermarketing melden sich anschließend direkt bei dir.

  • Agenturen, Freelancer und Beratungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
  • Kostenlos und unverbindlich, keine Vermittlungsgebühr
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Wofür Unternehmen anfragen

  • Nischen-Funnel BU, bAV, PKV
  • Gewerbeversicherung B2B
  • Terminbuchung statt Rückruf
  • Einwilligungsdokumentation § 7a UWG
  • Erstinformation im Funnel
  • Statusinformation § 12 FinVermV
  • Aufzeichnung nach § 18a FinVermV
  • Lead-Kauf prüfen
  • Gesundheitsdaten im Formular
  • Zielgruppen nach Berufsgruppen

Dein Thema ist nicht dabei? Beschreib es trotzdem. Die Liste ist der Rahmen, nicht die Grenze.

Worauf es ankommt

Neukunden für Makler und Finanzanlagenvermittler: was erlaubt ist und was trägt

Zwei Erlaubnisse, zwei Regelwerke

Diese Seite richtet sich an Versicherungsmakler und -vertreter mit Erlaubnis nach § 34d GewO und an Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO. Viele haben beides. Werbung und Kontaktaufnahme folgen für beide Gruppen denselben Regeln aus dem UWG und der DSGVO. Unterschiede entstehen, sobald aus dem Lead ein Gespräch wird:

  • Versicherungsvermittler (§ 34d): Beim ersten Geschäftskontakt ist die Erstinformation nach § 15 VersVermV fällig, unter anderem mit Registerstatus, Beratungsangebot sowie Art und Quelle der Vergütung, klar und auf Papier oder dauerhaftem Datenträger. Eine Bereitstellung über eine Website ist nur unter Bedingungen möglich.
  • Finanzanlagenvermittler (§ 34f): Vor der ersten Anlageberatung oder -vermittlung ist die statusbezogene Information nach § 12 FinVermV in Textform zu übermitteln. Zusätzlich verlangt § 18a FinVermV, Telefongespräche und elektronische Kommunikation zur Anlageberatung aufzuzeichnen, auch ohne Vertragsschluss. Der Anleger ist vorab zu informieren. Widerspricht er, darf keine telefonische Beratung stattfinden. Die Aufzeichnungen sind zehn Jahre aufzubewahren und zweckgebunden.

Das Vermittlerregister der DIHK ist für beide Gruppen dieselbe Anlaufstelle. Interessenten prüfen dort die Registrierungsnummer, deshalb gehört sie gut sichtbar auf Landingpage und Terminbestätigung.

Kaltakquise: wo die Grenze liegt

Nach § 7 UWG ist Telefonwerbung gegenüber Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung zulässig, E-Mail-Werbung braucht sie gegenüber allen Empfängern, abgesehen von der engen Bestandskundenausnahme. Gegenüber Unternehmen reicht beim Telefon eine mutmaßliche Einwilligung, was bei Gewerbe- oder bAV-Ansprache eine Rolle spielt, aber im Einzelfall begründbar sein muss. § 7a UWG verlangt, die Einwilligung von Verbrauchern zu dokumentieren und fünf Jahre aufzubewahren. Die Bundesnetzagentur kann Verstöße mit Bußgeld ahnden.

Eigene Leads gegen gekaufte Leads

Leadanbieter für diese Branche arbeiten mit Funnels über Google und Meta, teils exklusiv, teils nach Berufsgruppen sortiert. Vorteil: schneller Start, keine eigene Kampagnensteuerung. Nachteil: Die Einwilligung hat ein Dritter eingeholt. Laut Auslegungshinweisen der Bundesnetzagentur musst du dir dessen Dokumentation übergeben lassen, sie inhaltlich prüfen und ab Erhalt selbst weiterführen. Die Einwilligung muss die werbenden Unternehmen vollständig benennen und die beworbenen Produkte konkret bezeichnen. Ein Double-Opt-in per E-Mail belegt nicht, dass die Telefonnummer dem Einwilligenden gehört.

Eigene Leads kommen über deine Landingpage, deinen Namen und deine Einwilligungstexte. Du kontrollierst Wortlaut, Nachweis und Erstinformation, trägst aber Werbebudget und Anlaufzeit. Eine Zwischenlösung ist ein Dienstleister, der Kampagnen auf deinen Konten und deiner Domain betreibt.

Achte außerdem auf die Rolle des Leadlieferanten: Nach Auskunft der IHK bleibt ein Tippgeber erlaubnisfrei, solange er nur Kontakte herstellt. Die Vermittlung beginnt, sobald ein konkretes Versicherungsprodukt genannt wird.

Nische und Termin statt Masse

Breite Kampagnen auf „Versicherung vergleichen“ konkurrieren mit Vergleichsportalen. Tragfähiger sind klar abgegrenzte Zielgruppen: Berufsunfähigkeit für bestimmte Berufsgruppen, betriebliche Altersversorgung für Arbeitgeber einer Branche, Gewerbeversicherungen für Handwerk oder Praxen. Fragt ein BU-Funnel Vorerkrankungen ab, verarbeitest du Gesundheitsdaten nach Art. 9 DSGVO, für deren werbliche Nutzung die Aufsichtsbehörden eine ausdrückliche Einwilligung verlangen. Oft ist es besser, diese Fragen ins Beratungsgespräch zu verlegen.

Statt Rückrufbitten zu sammeln, lässt sich direkt ein Termin im Kalender buchen. Das senkt die Zahl der Nachfass-Anrufe und damit das Einwilligungsrisiko.

Vor der Anfrage klären

  • Welche Erlaubnis du hast und welche Sparten beworben werden
  • Zielgruppe nach Beruf, Branche oder Lebenssituation
  • Wie Erstinformation und Statusinformation heute übermittelt werden
  • Ob Beratung telefonisch, per Video oder vor Ort läuft
  • Bisherige Leadquellen und deren Abschlussquote
  • Verfügbare Beratungszeit pro Woche
Anwendungsfälle

Typische Projekte

  • BU-Funnel für eine Berufsgruppe

    Landingpage für zum Beispiel Pflegekräfte oder Ingenieure, die Beruf, Alter und Wunschtermin abfragt und Gesundheitsfragen bewusst ins Beratungsgespräch verlegt.

  • Einwilligungstext und Nachweis überarbeiten

    Formular so gestalten, dass Kanal, Produkt und werbendes Unternehmen genannt sind, Zeitpunkt und Wortlaut gespeichert werden und die Telefonnummer gesondert verifiziert wird.

  • Gekaufte Leads auf Nachweise prüfen

    Stichproben der vom Leadanbieter gelieferten Einwilligungsdokumentation auswerten und vertraglich regeln, welche Nachweise zu jedem Lead mitgeliefert werden.

  • Terminbuchung mit automatischer Erstinformation

    Nach der Online-Buchung erhalten Interessenten Erstinformation oder Statusinformation als PDF, bevor das erste Gespräch stattfindet.

  • bAV-Kampagne für Arbeitgeber einer Region

    LinkedIn- und Suchkampagnen auf Geschäftsführer und Personalverantwortliche, mit Whitepaper-Download und E-Mail-Strecke nur nach ausdrücklicher Einwilligung.

  • Videoberatung für Finanzanlagen aufsetzen

    Terminstrecke, Hinweis auf die Aufzeichnung nach § 18a FinVermV und Ablage der Aufzeichnungen so verbinden, dass die zehnjährige Aufbewahrung gesichert ist.

Auswahl

Woran du einen passenden Anbieter erkennst

  1. 1

    Kennt den Unterschied § 34d und § 34f

    Frag, wie Erstinformation nach VersVermV und Statusinformation sowie Aufzeichnung nach FinVermV im Funnel umgesetzt werden. Wer beides gleich behandelt, übersieht Pflichten.

  2. 2

    Einwilligungsnachweis pro Lead

    Lass dir einen Beispieldatensatz zeigen: Wortlaut, Zeitpunkt, Herkunftsseite, genannte Unternehmen und wie die Telefonnummer verifiziert wurde. Ohne das bleibt das Risiko bei dir.

  3. 3

    Exklusivität und Herkunft offen

    Kläre schriftlich, ob ein Lead nur an dich geht, über welche Seiten er entstanden ist und ob Gewinnspiele oder Vergleichsrechner beteiligt waren.

  4. 4

    Keine Produktzusagen im Funnel

    Landingpages sollten Beratung anbieten, nicht bestimmte Tarife oder Renditen versprechen. Anbieter, die mit konkreten Produkten werben, bewegen sich schnell in die erlaubnispflichtige Vermittlung.

  5. 5

    Messung bis zum Abschluss

    Seriöse Anbieter werten gebuchte Termine, stattgefundene Gespräche und Abschlüsse aus und nicht nur die Zahl gelieferter Kontakte.

So läuft es

In drei Schritten zum passenden Angebot

  1. 1

    Projekt beschreiben

    Budget, Zeitraum, zwei Sätze zum Vorhaben. Zwei Minuten, keine Registrierung.

  2. 2

    Wir wählen passende Anbieter

    Aus dem Verzeichnis, nach Leistung, Region und Größe. Niemand zahlt für die Vermittlung, deshalb entscheidet nur die Passung.

  3. 3

    Angebote vergleichen

    Die Anbieter melden sich direkt bei dir. Du entscheidest in Ruhe, ohne Verpflichtung uns gegenüber.

Häufige Fragen

Was hier fehlt, klärt sich im ersten Gespräch mit den Anbietern.

Darf ich gekaufte Versicherungsleads anrufen?

Bei Verbrauchern nur mit vorheriger ausdrücklicher Einwilligung, die dich als werbendes Unternehmen und das Produkt erkennbar erfasst. Nach den Auslegungshinweisen der Bundesnetzagentur musst du die Dokumentation des Leadanbieters übernehmen, inhaltlich prüfen und fünf Jahre aufbewahren. Fehlt der Nachweis, trägst du das Bußgeldrisiko. Lass Musterdatensätze und Vertragsbedingungen vor dem ersten Kauf juristisch prüfen.

Muss ich Telefongespräche mit Leads aufzeichnen?

Für Finanzanlagenvermittler nach § 34f GewO verlangt § 18a FinVermV die Aufzeichnung von Telefongesprächen und elektronischer Kommunikation, sobald sie die Beratung zu oder Vermittlung von Finanzanlagen betreffen. Der Anleger muss vorab informiert werden, widerspricht er, ist keine telefonische Beratung erlaubt. Die Pflicht steht in der FinVermV und betrifft damit nicht die Versicherungsvermittlung nach § 34d. Davon getrennt verlangt die Bundesnetzagentur eine Sprachaufzeichnung, wenn ein Verbraucher seine Einwilligung in Telefonwerbung am Telefon erteilt.

Wann muss die Erstinformation beim Online-Lead kommen?

Nach § 15 VersVermV beim ersten Geschäftskontakt. Bei Online-Leads ist das oft das erste Telefonat oder die Terminbestätigung, nicht erst das Beratungsgespräch. Praktisch ist, sie automatisch mit der Terminbestätigung zu versenden. Für Finanzanlagen gilt § 12 FinVermV: Statusinformation in Textform vor der ersten Anlageberatung oder -vermittlung.

Exklusive Leads oder Mehrfach-Leads für Makler?

Mehrfach-Leads gehen an mehrere Vermittler, wer zuerst anruft, hat bessere Chancen, und der Interessent erhält mehrere Anrufe. Exklusive Leads kosten mehr pro Kontakt, führen aber eher zu einem ruhigen Erstgespräch. Rechtlich muss die Einwilligung in beiden Fällen jeden werbenden Vermittler benennen. Vergleiche Quellen nach Abschlüssen pro eingesetztem Budget, nicht nach Anzahl der Kontakte.

Darf ein BU-Funnel nach Vorerkrankungen fragen?

Gesundheitsangaben sind besondere Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 DSGVO. Die Datenschutzaufsichtsbehörden sehen für ihre werbliche Nutzung nur die ausdrückliche Einwilligung als Grundlage. Das erhöht Aufwand und Risiko im Formular. Viele Funnels fragen deshalb nur Beruf, Alter und Wunschtermin ab und klären Gesundheitsfragen im Beratungsgespräch.

Bereit? Dann beschreib dein Projekt.

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